Wir haben einen Freund verloren
Friedl kam in seiner Schulzeit mit den Idealen des Pfadfindertums in Berührung und ist diesen sein Leben lang treu geblieben. Friedl war einer jener Männer, die die Pfadfindergilde Maxglan gegründet haben, er war einige Jahre Gildemeister und ihm ist die Einführung jährlicher Gildereisen zu verdanken, die bis heute einen Höhepunkt unseres Gemeinschaftslebens bilden.
Ab 1967 war er eine Triebfeder beim Ausbau der Traunwandalm – ein Objekt das unsere Gilde bis 1977 stark beschäftigte. Er war in vieler Hinsicht ein Workoholic, gönnte sich erst Ruhe, wenn das Ergebnis seiner Arbeit perfekt war.
In all diesen Jahrzehnten war er uns ein treuer und verständnisvoller Freund, auf den immer Verlass war. Als das jährliche Gildeforum in Großarl im Jahr 1969 startete, war er der Mann der ersten Stunde. Die ganzen Jahre über hatte er am Erfolg dieser europaweiten Veranstaltung wertvollen Anteil. Aber auch bei vielen anderen Veranstaltungen und Gelegenheiten hat er immer entschlossen zugepackt.
Fremde Völker, Kulturen und Religionen lernte er durch seine Reisen auf verschiedenen Kontinenten kennen. Auch als Hochalpinist stellte er sich auf die Probe und bezwang eine Reihe bekannter Gipfel. Er schöpfte sich aus bis an seine Grenzen, war unnachgiebig zu sich selbst.
Unnachgiebig und konsequent hat er dann auch den Kampf gegen seine heimtückische Krankheit aufgenommen. In dieser schweren Zeit war er oft dankbar für ein Gespräch. In einen Brief an die Gilde bedankte er sich damals für Trost und Aufmunterung, die er im Gespräch mit den Freunden erfuhr. Trotz manchem Rückschlag hoffte er, sah immer wieder optimistisch in das Morgen. Leider ist es trotz seiner seiner immensen inneren Stärke anders gekommen.
Friedl, Du bleibst in unserer Mitte, wir werden Dich nicht vergessen. Wir sind stolz und dankbar, dass du einer von uns gewesen bist!
– Artur –

